Aufstehen gegen Rassismus

Folgender Beitrag ist eine Kolumne unseres Kreistagsmitglieds Volker Richter über den Aufruf verschiedener Vereine und Organisationen unter https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/aufruf/

Informativ ist folgendes :

Wir werden uns stark machen für gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen.

Dieser Satz ist zu unterstreichen, denn er ist richtig.

Einen Satz später :

Wir werden uns der AfD überall entgegenstellen, ob auf der Straße oder in den Parlamenten.

Von Beginn an wird jeder Person, die sich der AfD zugehörig fühlt, oder ihr angehörig ist, das Menschsein abgesprochen. Denn wenn man auf der einen Seite allen Menschen gleiche politische und soziale Rechte einräumen möchte, diese aber bei einer nicht den Verfassern genehmen Meinung nicht gewährt, spricht man diesen das Menschsein ab. Man spricht ihnen die politische Teilhabe ab. Das ist Kategorisierung, die diese Leute bei Muslimen und dem Islam sofort als rassistisch zurückweisen. ( zu Recht ! ).

Der gesamte Text ist Hetze. Stellen wir uns mal vor, er wäre so von der AfD gegen Muslime und den Islam geschrieben worden. Dann wäre ein Aufschrei durch das ganze Land gegangen und der Verfassungschutz wäre tätig geworden.
Das Problem ist, es wird in den Köpfen der Menschen viel konstruiert. Dabei entstehen Feindbilder. Diese Leute denken, sie wären frei davon, dabei sind sie geistig zugekleistert mit Feindbildern und am Ende totalitär und menschenfeindlich, da sie nur ihre eigene Sichtweise als menschlich und zugelassen anerkennen.

Angesichts von Milliarden Menschen auf der Erde, die ein klägliches Dasein fristen, ist eine solch abgehobene Sichtweise in meinen Augen tatsächlich rassistisch. Sie versucht nicht, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu lösen, sondern akzeptiert Kriege, Terror, Unterdrückung und totalitäre Staatsführungen, die erst zur Flucht der Menschen führt. Eine solche Sichtweise fördert sogar den Druck auf Menschen in Not, ihre Heimat zu verlassen, anstatt politisch Einfluss zu nehmen, dass diese in ihrer Heimat glücklich leben können. Sie entlässt die politischen Führungen der jeweiligen Länder völlig aus ihrer Verantwortung, ebenso wie die politisch militärische Verantwortung großer Machtbündnisse ( auch der NATO, auch China, auch die russische Förderation ).

Angesichts von Milliarden Menschen denen es wesentlich schlechter geht als uns in Deutschland, ist so etwas ein Schlag ins Gesicht jedes humanitären Gedankengutes. Es ist ebenso ein Schlag ins Gesicht einer Solidargemeinschaft in Deutschland, die bereits heute nicht in der Lage ist, auskömmlich für die Menschen in Deutschland zu sorgen. Wäre das anders, hätten wir weder Hartz 4, noch Altersarmut, noch Menschen die in Abfallbehältern nach Pfandflaschen suchen, weil ihr Geld nicht ausreicht.

Jene Parteien also, die diese unsoziale Politik durchgedrückt haben, nämlich gerade die SPD und die Grünen, zeigen sich heute als Leuchtfeuer der Menschlichkeit. Diese haben, wie wir  wissen, aber gerade Politik für die obere Schicht unserer Bevölkerung betrieben. Sie sind verantwortlich für Zeitarbeitsfirmen, für Gratispraktikas, für Rente mit 67 bei einem Absenken des Niveaus, so das die späteren Rentner auf Sozialhilfeniveau mehrheitlich leben müssen.

Das alles wurde mit der Argumentation geschaffen, dass Deutschland wettbewerbsfähiger werden muss. Das bedeutet aber wiederum, durch Lohndumping den Druck auf schwächere Länder zu erhöhen und so deren Wettbewerbsfähigkeit zu verschlechtern, was dort wiederum für Armut sorgt und dann als Fluchtursache gelten kann.
Die Rassisten sitzen keinesweg in der AfD, Rassismus ist, wenn man Menschen aufgrund ihrer Ethnie oder Hautfarbe als minderwertig ansieht. Ich kenne nur gerade die Linken, die deutsche Bürger aufgrund ihrer Ethnie abwerten und als Nazis bezeichnen. Etwas anderes kenne ich nicht.

Das ein Land Asyl gewähren muss, steht außer Frage. Auch die Genfer Flüchtlingskonventionen stehen außer Frage. Dies gilt für viele Länder, nicht allein für Deutschland.

Es geht am Ende also um die Prüfung berechtigter Ansprüche und da ist man in der Durchführung dieser Aufgabe unterschiedlicher Meinung. Das wiederum ist Politik, nicht Rassismus. Da nur wenige Flüchtlinge Asyl gewährt bekommen, beruft man sich auf die Genfer Flüchtlingskonventionen. Diese sind eindeutig, Flüchtlinge sollen heimatnah untergebracht werden. Gleichfalls haben diese sich an die Anweisungen des Landes zu halten, wo sie aufgenommen wurden. Hilfe ist keine Einbahnstraße.

Hier wiederum hat nicht die AfD versagt, sondern die westliche Wertegemeinschaft, die in 2015 die Hilfe für die Flüchtlingscamps erheblich abgesenkt hat. Übrigens auch Deutschland unter der Führung von Angela Merkel. Das Gegenteil wäre richtig gewesen, Aufstockung der humanitären Hilfe, sowie ein Förderprogramm für Bildung der Flüchtlinge. Aus diesen Camps heraus wären dann Asylanträge die richtige Lösung.

Eine deutsche Regierung die so gehandelt hätte, hätte wahrhaftig richtig und menschlich gehandelt und ja, dafür hätte ich auch mehr Steuern gezahlt. Zudem hätte es viele Menschen gar nicht erst in leidvolle Fluchtwege gebracht.

Wo ist die Kritik an Frau Merkel und die Bundesregierung, diese Hilfe nicht gewährt zu haben? Eine Aufstockung, dass möchte ich nicht verschweigen, fand dann später statt, allerdings haben sich daran nicht alle westlichen Staaten beteiligt.
Das Selbstverständnis sich aussuchen zu können, wo man leben möchte, gilt für Deutsche nicht. Es gilt für niemanden auf dieser Erde, auch nicht in Deutschland, wird aber gerade seitens solcher Gruppierungen außer Kraft gesetzt. Es ist erstaunlich, wie schnell die Rassismuskeule rausgeholt wird, ohne substantuiert über die Situation zu diskutieren, denn natürlich ist Deutschland auch in der Infrastruktur begrenzt. Es wird zudem über Hass geschrieben, ich habe aber noch niemanden kennengelernt, der andere aufgrund ihrer Herkunft hasst. Hass entsteht eher durch Machtlosigkeit, somit schüren exakt solche Gruppierungen Hass, weil sie andere als die ihre Meinung nicht zulassen und sie wiederum jeden hassen, der nicht ihrer Meinung ist.

Rassismus ist tatsächlich keine Alternative, Deutschland als rassistisch zu betrachten ist angesichts unseres Zusammenlebens mit einem Großteil von Migranten prinzipiell eine Frechheit. Überraschend auch hier, gerade jene die vermögend sind, kapseln sich und ihre Kinder dergestalt ab, dass sie gar keine Berührungspunkte mit Migranten haben. Vielleicht bringen sie jenen die Hilfe brauchen mal Kuchen, oder verteilen Obst. Das war es dann auch und sie wollen Migranten auch nicht in ihrer Nachbarschaft, wie man vielerorts erleben darf.

Das ist heuchlerisch und wenn diese Leute dann noch genau solche Schriften unterschreiben, sich dann besser fühlen, weiß ich, wo die wahren Rassisten in Deutschland leben.

Viele Grüße
Volker